Erlebnisparadies Kruger Nationalpark

Der Kruger Nationalpark ist der größte und auch bekannteste Nationalpark in Südafrika. Auf einer Fläche von knapp 20.000 qkm, die ungefähr der Größe Rheinland-Pfalz entsprechen, kann man unzählige Tierarten bewundern. Neben den Big-Five gibt es hunderte von Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten zu sehen.

1898 wurde im südlichen Teil des heutigen Parkgeländes das Sabie Game Reserve gegründet, das seit 1927 offiziell Kruger Nationalpark heißt. Er liegt im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik und ist von Johannesburg gut 5 Stunden mit dem Auto entfernt. Daher bietet es sich an im Umfeld des Kruger Nationalparks zu übernachten und direkt am Morgen in den Park zu fahren. Relativ günstige Hotels gibt es u.a. in Nelspruit (Mbombela) oder den kleineren Ortschaften westlich des Parks, die sich mit einem Ausflug zum Blyde River Canyon mit seinen Sehenswürdigkeiten Pinnacle, God’s Window, Bourke’s Luck Potholes und den Three Rondavels verbinden lassen. Eine Übersicht der Übernachtungsmöglichkeiten findet man u.a. beim Hotelpreisvergleich trivago.

Die Zufahrt zum Park erfolgt über eins der neun Tore, die je nach Jahreszeit morgens um 5.30 Uhr oder 6.00 Uhr öffnen. Tagesbesucher müssen den Park durch die Tore bis 17.30 bzw. 18.30 Uhr verlassen haben. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es Park reichlich, die allerdings über die Website des South African National Parks (SANParks) im Vorfeld gebucht werden sollten. Insbesondere in der Hauptsaison sind die Unterkünfte ausgebucht. Man sollte sich vor Einreise in den Park telefonisch oder per Internet über mögliche Sperrungen informieren, da teilweise Wege oder Brücken durch Regenfälle unpassierbar sind und die Tore gesperrt werden müssen, was z.B. häufiger beim Crocodile-Bridge-Tor passiert.

Die meisten Camps verfügen neben den unterschiedlich ausgestatteten Cottages auch über Campingplätze. Zudem gibt es in den großen Camps Restaurants, Souvenirshops, Supermärkte und teilweise auch Tankstellen. Dennoch sollte vor Einfahrt in den Park das Auto voll aufgetankt werden und Vorräte eingekauft werden. Hier empfiehlt sich ausreichend Wasser auch eine Kühltasche mit Fleisch oder Wurst außerhalb des Parks zu kaufen, da die Auswahl im Park sehr beschränkt ist. Und was wäre eine Übernachtung im Kruger Nationalpark ohne ein vernünftiges Braai (südafrikanisches Barbecue). Die Übernachtungsmöglichkeiten im staatlichen Nationalpark sind relativ einfach gehalten, dafür aber recht günstig. Wer etwas mehr Luxus haben möchte und sich den auch leisten kann, der kann auch außerhalb der Nationalparks in einem privaten Camp einquartieren. Dort bekommt man mehr Privatsphäre und Service. Da der Kruger Park nicht mehr mit Grenzzäunen zu den angrenzenden Camps versehen ist, kann man auch hier auf den Games Drives Tierbeobachtungen machen.

Empfehlenswert sind die angebotenen Game Drives in den Abendstunden oder früh morgens, bei denen man den Tieren viel näher kommt als tagsüber, da man mit den Guides auch abseits der öffentlichen Straßen unterwegs sein darf. Zudem sprechen sich die Guides untereinander ab, wann und wo die Tiere gesichtet wurden. Aber auch tagsüber lassen sich viele Tiere entdecken, da sich oft große Herden an Antilopen, Zebras, aber auch Elefanten, Giraffen, Gnus und Büffel an Wasserlöchern an der Nähe der öffentlichen Straßen aufhalten. Nashörner, Löwen, Leoparden und Geparden findet man tagsüber relativ selten in der Nähe der Straßen. Informieren kann man sich immer in den Camps, wo Tafeln mit Tierbeobachtungen hängen. Insbesondere im südlichen Teil des Parks ist die Tierdichte relativ hoch.

Insgesamt lohnt sich eine Reise in den Kruger Nationalpark immer und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Man sollte aber mindestens 1 Übernachtung im Park einplanen und auch an den geführten Games Drives teilnehmen, um möglichst die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken.